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Apothekenversicherungen (Teil 2)

09:03 22 August in News

Nach interessierten Rückfragen zu unserem gestrigen Newsletter und den aufgeführten Versicherungsfällen, führen wir heute noch in zwei weiteren Fällen auf, was Sie als Apothekeninhaber in ihrer Apotheken-Versicherung am besten vereinbaren sollten. Uns ist bewusst, dass Ihnen bestimmt die nötige Zeit fehlt, um selbst in Ihren Policen zu stöbern. Aus diesem Grund können wir Ihnen, die bereits durch unsere Mitglieder als sehr hilfreich und professionell bewertete Apotheken-Inventur, anbieten.

Exklusiv für Kunden der eigens:

Sie erhalten bei Bedarf einen Gutschein über eine lösungsneutrale und kostenlose Apotheken-Inventur in Bezug auf Ihre aktuellen Versicherungsvereinbarungen und Absicherungsbestimmungen:

  • Analyse der versicherten bzw. nicht versicherten Werte und Risiken
  • Erstellung einer Checkliste der apothekenspezifischen Risiken in den bestehenden Policen
  • Überprüfung des Alarmsystems, Türsicherung, Safe und Medizinkühlschranks nach Versicherungsrecht.

Wenn wir Ihr Interesse geweckt haben, melden Sie sich bei uns. Wir leiten Ihre Anfrage umgehend weiter.

Stichwort: Sachverständigenverfahren

Das Sachverständigenverfahren ist in den allgemeinen Versicherungsbedingungen exakt geregelt. Danach benennen Apotheke und Versicherung je einen Sachverständigen. Diese beiden benennen einen Obmann, der die jeweiligen Gutachten auswertet und dann entscheidet, was die Versicherung zu bezahlen hat. Für alle Apotheker ist diese Regelung vollkommen sinnlos, denn für alle apothekenspezifischen Risiken gilt allein das Votum des zuständigen Pharmazierats. Wenn dann das Votum des Obmanns von dem des Pharmazierat abweicht, gehen die damit verbundenen Kosten zu Lasten des Apothekers. Im Zweifel handelt es sich um Ihr gesamtes Lager.

Fundort: Das Sachverständigenverfahren ist am einfachsten im Inhaltsverzeichnis der Allgemeinen Versicherungsbedingungen (AVB) zu finden.

Stichwort: 40%-Klausel

Um uralte Sachen nicht zum Neuwert ersetzen zu müssen, haben die meisten Versicherer die sogenannte 40%-Klausel in Ihren Verträgen hinterlegt. Da heißt es verkürzt in Absatz 1: „alles ist zum Neuwert versichert“. Abs. 2 schränkt das jedoch sofort wieder ein, denn dort ist festgelegt, dass Inventar und Technik nur bis 40% Restwert zum Neuwert versichert ist. Danach wird nur der aktuelle Zeitwert ersetzt. Apotheken neigen jedoch nicht dazu, Lager, Labor oder Sozialräume ständig modern zu halten. Das sind reine Funktionsräume der Mitarbeiter, von der Offizin kaum einsehbar. Und wie viele Apotheker sind obendrein stolz auf ihre wunderschöne historische Offizin.

Folgerichtig ist das Apotheken-Inventar sehr oft eindeutig unter 40% vom Neuwert versichert. Der Inhaber bekommt also nur einen Bruchteil der Neuanschaffungskosten ersetzt. Gleichzeitig ist er jedoch gesetzlich verpflichtet, zur Wiedereröffnungsinventur Lager, Labor und Offizin in einem „revisionsfähigen Zustand“ nachzuweisen. Damit muss der Inhaber die Neuanschaffung z. B. nach einem Feuer- oder Wasserschaden, aber auch nach einem Einbruch mit erheblichem Vandalismus aus eigenen Mitteln bestreiten, um seine Apotheke wieder öffnen zu dürfen. Das darf nicht sein! Apothekengerechte Policen müssen jederzeit den Neuwert ersetzen.

Fundort: Die Antwort, ob Sie älteres Inventar zum Neuwert oder Zeitwertersatz versichert haben, finden Sie in den AVB unter dem Stichwort „Versicherungswert“. Wenn es dort und in den Besonderen Bedingungen keinen schriftlichen Ausschluss der Zeitwertklausel gibt, muss die Versicherungsgesellschaft die Anwendung der Klausel Versicherungswert, Abs. b) rechtsverbindlich abbedingen.